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Der Pferdegöpel in Johanngeorgenstadt stellt ein eindrucksvolles Denkmal des erzgebirgischen Bergbaus dar und führt Besucher eindrucksvoll zurück in die Zeit, als die Arbeit unter Tage das Leben der Menschen in dieser Region maßgeblich prägte. Gelegen im historischen Bergbaugebiet, wurde dieses markante Bauwerk nach seinem historischen Vorbild rekonstruiert und fungiert heute als technisches Museum, das die harte Arbeitswelt der Bergleute erlebbar macht.
Die Geschichte des Pferdegöpels ist untrennbar mit dem Silberbergbau verbunden, der Johanngeorgenstadt einst zu enormem Wohlstand verhalf. Da die Erzgänge in die Tiefe führten, mussten die geförderten Gesteinsmassen effizient an die Oberfläche befördert werden. Um für den Silberbergbau Wasser zu fördern, wurden in Johanngeorgenstadt im 18. Jahrhundert drei Göpel errichtet. Einer davon ist dieser, den man heute noch in Aktion erleben kann. Der Göpel diente dabei als eine Art Aufzug, bei dem die Kraft von Pferden genutzt wurde, um schwere Lasten aus dem Schacht zu ziehen. Während die Pferde im Kreis liefen, wurde ein Seil auf eine große Trommel gewickelt, was das Heraufziehen der sogenannten Förderkübel ermöglichte. Das Prinzip dieser einfachen, aber genialen Mechanik war über Jahrhunderte ein unverzichtbarer Bestandteil der Bergbautechnik.
Der heute zu besichtigende Pferdegöpel ist eine funktionstüchtige Nachbildung, die den Besuchern eine Vorstellung von der enormen körperlichen Anstrengung vermittelt, die sowohl die Tiere als auch die Menschen in den Schächten leisten mussten. Neben der beeindruckenden Holzkonstruktion und der Mechanik des Göpels erhalten Gäste einen tiefen Einblick in die regionalen Traditionen und die Lebensumstände in der erzgebirgischen Montanregion. Die Kombination aus technischer Geschichte und der malerischen Kulisse des Erzgebirges macht diesen Ort zu einem lohnenden Ziel für alle, die sich für die industrielle Entwicklung und die Kulturgeschichte dieser Gegend interessieren. Wer den Pferdegöpel besucht, versteht besser, wie die harte Arbeit unter Tage das kulturelle Erbe der Menschen in Johanngeorgenstadt bis in die Gegenwart geformt hat.
An Feiertagen gelten die Öffnungszeiten wie sonntags.
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