St. Gideon Erbstollen Großolbersdorf
Aktuell vom 25.06.2011
Mundloch

Mundloch

Fährt man von Großolbersdorf Richtung Hopfgarten, kommt man an einem Wegweiser zum St. Gideon Erbstollen vorbei. Im 16. Jahrhundert wurden im Marienberger Revier reiche Silbererzvorkommen abgebaut. Wasser, das in die teilweise bis 200 Meter tiefen Gruben ständig nachlief, forderte teure Maßnahmen zur Trockenlegung. So wurden von verschiedenen Seiten Stollen zur Entwässerung vorangetrieben. So 1552 auch der "St. Gideon tiefer Erbstolln". Es war geplant, dass er nach rund 3500 Metern etwa 200 Meter unter dem Lautaer Revier ankommen sollte, doch aus Geldmangel, Problemen mit der Frischluftzufuhr und dem Dreißigjährigen Krieg kommen die Arbeiten immer wieder zum Erliegen. 1846 wird der Vortrieb nach einer Länge von 1260 Metern endgültig eingestellt. 1946/47 untersucht die SAG Wismut den Stollen auf abbauwürdige Uranerzvorkommen, wird jedoch nicht fündig. Ab 1960 nutzt man das Wasser zur Trinkwasserversorgung des Ortes. Dabei wird über dem Eingang ein Pumpenhaus und im Inneren ein Damm errichtet. Seit dem Jahre 2000 kümmert sich der Natur- und Heimatverein um das Mundloch und bietet an besonderen Tagen Führungen an. Bemerkenswert ist der elliptisch gemauerte Eingangsbereich des Stollens. Auch im Inneren erfolgte der Ausbau mit Bruchsteinen und im 19. Jahrhundert sogar mit Ziegeln.
 
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