Frohnauer Hammer
Aktuell vom 10.05.2013
Wasserrad im Hammer

Wasserrad im Hammer

An der Silberstraße liegt eine der bekanntesten Erzgebirgischen Sehenswürdigkeiten: Der Frohnauer Hammer. Urkundlich erwähnt wird der Standort des Frohnauer Hammers seit dem 15 Jahrhundert. Damals stand hier eine Getreidemühle am Schreckenberg.

Unweit wurden 1491 Silbererzvorkommen entdeckt. Wenig später erhielt Annaberg das Münzrecht und man baute an die Mühle eine Münzstätte an. Hier wurde der bekannte Schreckenberger - eine Silbermünze - geprägt. Bald verlegte man die Münzstätte allerdings direkt nach Annaberg und die Mühle verfiel. Erst 1611 mahlte man wieder Ölsamen und betrieb außerdem einen Scherenschleiferei. Für wenige Jahre betrieb man im 17. Jahrhundert hier einen Silber- später einen Kupfer- und schließlich einen Eisenhammer. Letzter entwickelte sich wirtschaftlich gut, da er als Zulieferer für die hiesigen Bergleute arbeitete. Bis 1895 wurde auch regelmäßig gearbeitet, allerdings zuletzt nur noch als Dorfschmiede. Nach Stillegung bemühten sich Heimatfreunde um die Erhaltung der alten Technik.

Besucher können während des Rundganges drei Häuser besichtigen: Das Hammerwerk mit drei Schwanzhämmern, angetrieben über ein oberschlächtiges Wasserrad, die Ausstellung der Volkskunst und das Hammerherrenhaus. Zur Besichtigung des Hammerwerks wird allerdings nur der kleinste der Hämmer - mit einem Gewicht von 100 kg - in Betrieb genommen.
 
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