St. Michaelis-Stolln
Clausnitz
Aktuell vom 21.09.2012
Mundloch des St. Michaelis-Stolln

Mundloch des St. Michaelis-Stolln

Im Bergbaugebiet um Clausnitz lassen sich Aktivitäten unter Tage bis ins Jahr 1460 zurückverfolgen. Besondere Beachtung ist dabei der Zeit zwischen 15. und 16. Jahrhundert zu schenken. Damals wurden Kupfererze in den Gruben St. Michaelis, St. Wolfgang, König Salomo und König David gefördert von vor Ort in Schmelzhütten und Pochwerken verarbeitet. Teilweise wurden die Erze auch nach Olbernhau in die Saigerhütte geliefert. Wohl in Folge eines Unwetters kam der Bergbau zum Erliegen, Versuche, ihn im 18. Jahrhundert wiederzubeleben, scheiterten. Von 1860 bis 1866 wurde schließlich der St. Michaelis-Stolln aufgefahren, um die Gruben "König Salomo" wieder zu erreichen und vom Wasser zu befreien.

Der Stollen wurde von 2001 bis 2004 auf einer Länge von rund 400 Metern saniert und kann zu besonderen Anlässen oder auf Anfrage befahren werden. Dabei sind in den Fels gemeißelte Jahreszahlen und Zeichen, ein mit glasklarem Wasser gefülltes Gesenk und andere bergbauliche Zeugnisse sehenswert.
 
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