Schloss Freudenstein
Aktuell vom 17.01.2014
Schloss Freundenstein - August 2009 - Blick vom Petriturm

Schloss Freundenstein - August 2009 - Blick vom Petriturm

Lang haben die Sanierungsarbeiten gedauert, doch nun erstrahlt das Schloss in neuem Glanz. Einen Blick auf die alten Mauern vor Beginn der Arbeiten zeigt das Foto weiter unten
Mit Beginn ergiebiger Silberfunde wurde zum Schutz des Bergbaus im 12. Jahrhundert unter Markgraf Otto dem Reichen die Freiberger Burg mit Wehrfunktion errichtet. Noch heute sieht man den Graben, der die Anlage des Schlosses .
von der Stadt trennt. Bis in das 16. Jahrhundert wurde die alte Anlage immer wieder umgebaut. Es entstand ein großer Renaissancebau mit dem Namen "Freudenstein". Chronisten jener Zeit erzählen von der glücklichen Ehe zwischen Herzog Heinrich und seiner Frau Katharina von Mecklenburg, daher mag vielleicht auch dieser 1525 erstmals erwähnte Name des Schlosses stammen. Seine Söhne Moritz und August wurden hier geboren. Herzog Heinrich ließ durch den Landesbaumeister Caspar Voigt von Wierandt Umbauten vornehmen, die Arbeiten wurden allerdings durch seinen gewaltsamen Tod unterbrochen und später durch seinen Bruder August I fortgesetzt. Teilweise wurde die alte Anlage bis auf die Grundmauern abgebrochen. In Planung war sogar ein Schlossgarten, doch dieses Projekt scheiterte an den fehlenden Mitteln. So gehörten zu der Anlage Getreidespeicher, ein Amtshaus mit Schlossturm (Gefängnis), Stallungen und Wirtschaftsgebäude. Erhalten sind von diesen nur Mauerreste des Amtshauses und der Turm. In Freiberg hielt sich der kurfürstliche Hof auf zu Jagden und bei Durchreisen. Außerdem wurden Familienmitglieder der Wettiner im Dom der Bergstadt begraben. Berühmte Persönlichkeiten wohnten und verweilten im Schloss - Zar Peter der Große studierte das Freiberger Berg- und Hüttenwesen, Friedrich IV., König von Dänemark und Norwegen, Karl August, Herzog von Sachsen-Weimar und Eisenach und Leopold, Erzherzog von Österreich. Jedoch war der Erhalt der Anlage kostspielig und während der Schlesischen Kriege (1740-1763) beschloss man, Inventar auszulagern. Die Schlacht bei Freiberg 1762 mit Sieg der Preußen führte schließlich zum Ruin. Damals verbrachten mehr als 3000 Gefangene den Winter im Schloss. Die Bedingungen waren wohl so katastrophal, dass Teile der Holzarchitektur zum Heizen verwendet wurden. Später nutzte man die Gebäude als Speicher und sie verfielen. Zwischen 1980 und 1990 begann man mit Erhaltungsmaßnahmen, 1993 wechselte es vom Besitz der Bergstadt in den Besitz des Landes, 2001 wurde es schließlich an die Schloss Freudenstein Projekt GmbH verkauft. Seit Beginn des Jahres 2005 entsteht Stück für Stück wieder eine sehenswerte Anlage. Die Eröffnung fand 2008 statt, dann mit der weltgrößten Mineraliensammlung als Besuchermagnet. Das neugestaltete Innere des Schlosses kurz vor der Eröffnung sehen Sie auf folgenden Bildern: Bild zwei - die ehemalige Küche mit echtem erhaltenen Ruß an der Decke - hier werden später Mineralien ausgestellt. Bild drei - der Vortragsraum im Keller. Bild vier: Der Eingangsbereich. Bild fünf - Impression aus dem Bergarchiv - Treppenaufgang. Ebenso stammen die beiden letzten Bilder aus dem renovierten Gebäude. Freiberg hat aber auch noch andere Sehenswürdigkeiten zu bieten, wie den Dom, die Altstadt, die Mineralogische Sammlung der Bergakademie, Bergwerke und Museen.
                                                                                                                                                        
 
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